Redebeiträge

 

Trans* Day of Visibility – WIR WOLLEN NICHT NUR SICHTBAR, SONDERN AUCH SICHER SEIN!

Demonstration am 31. März 2022

Am 31. März, dem Trans Day of Visibility wollten wir mit unserem Beitrag dort hinschauen, wo vermeintlich sicherere Räume für Trans Menschen bestehen sollten. Denn immer wieder zeigen sich Trans-ausschließende und feindliche Diskurse auch innerhalb vermeintlich feministischer und linker Gruppen.

Die eigenen binären, cis-normativen Denkmuster und Gruppenstrukturen werden zu wenig reflektiert. Sie müssen grundlegend verändert werden, damit trans*, inter* und nicht binäre Personen einen saferen Ort vorfinden können. Eine gut gemeinte Pronomenrunde allein reicht also nicht aus, um Queerfeindlichkeit zu bekämpfen. Wir müssen unsere eigenen Unsicherheiten und Leerstellen angehen.

Das ist schwer und kann/darf auch weh tun. Aber feministischer Kampf muss verschränkt sein mit queeren/trans*, Inter* nicht binären* Erfahrungen. Deshalb: Szene putzen nicht vergessen!

Und hier geht’s zum Redebeitrag:

Demoplakat zum trans*day of visibility

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Feministische Kampftage – Feministisch kämpfen!

Demonstration zum 8. März 2022

8. März ist jeden Tag! Feministische Kämpfe bedeuten Arbeit, sind kraftvoll, vielfältig und überall zu sehen. Wir wollen die Strukturen an den Wurzeln packen und das bedeutet alles zu verändern.

Wir haben diesen Redebeitrag zum Anlass genommen, um deutlich zu machen, gegen was wir kämpfen und wie wir zusammenstehen können – das bedeutet aber auch, dass wir uns abgrenzen von Girlboss Feminismus, Schwurbeleien oder TERFS – transausschließender Feminismus ist KEIN Feminismus!

Und das nicht nur am 8. März, dem Tag an dem Feministische Bewegungen besonders sichtbar sind. Unser Kampf darf nicht auf komfortables, einmaliges Hinschauen reduziert und unsere Arbeit nicht auf „die Frauensache“ beschränkt werden.

Lasst uns zusammen kämpfen!
Für den Feminismus!
Und gegen das scheiß Patriarchat!

Rage on! Hier ist unser Redebeitrag:

Demoplakat Feministisch Kämpfen. Demo zum 8.März

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Solidarität statt Verschwörungsmythen

Demonstration am 8. Januar 2022

Fast zwei Jahre Pandemie, und die Todeszahlen steigen weiter.
Fast zwei Jahre Pandemie, und das medizinische Personal ist immer noch überarbeitet.
Fast zwei Jahre Pandemie, und die reichsten Unternehmen werden immer reicher.
Mehr als ein Jahr Impfstoff, und die Patente sind immer noch nicht ausgesetzt.

Parallel dazu: Fast zwei Jahre Pandemie, und Verschwörungsideolog*innen ziehen durch die Straßen, in Deutschland und auch in Marburg, skandieren dabei ihre antisemitische und unwissenschaftliche Erzählung von der Pandemie als einer bösartigen Verschwörung finisterer Eliten. Dabei werden sie von Woche zu Woche mehr, radikaler und gefährlicher.

Das alles Grund genug: Sauer zu sein, wütend zu sein, und laut zu verkünden: Das wollen wir nicht! Kein längeres weiter-so-wirtschaften auf Kosten von mehr Covid-Erkrankungen und kein längeres Dulden von Verschwörungsideolog*innen in unserer Stadt.

Am Samstag, den 8. Januar waren wir auf der Straße um deutlich zu machen: Wir sind mehr als diese kleine Minderheit von Verschwörungsideolog*innen und haben gezeigt, dass wir keine egoistische, sondern einen solidarische Pandemiebekämpfung wollen!

Unseren Beitrag dazu könnt ihr hier nachhören:

demoplakat solidarität statt verschwörungsmythen

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Internationaler Tag gegen Gewalt an FLINTA*

Demonstration am 25. November 2021

Dieser Beitrag spiegelt wider, wie gewaltvoll unsere Erfahrungen als FLINTA* Personen in patriarchalen Strukturen sind. Was bedeutet das, wo fängt das an und wie kommen wir damit klar?

Am 25. November gehen wir jährlich auf die Straße, um die gewaltvollen Zustände des (kapitalistischen) Patriarchats sichtbar zu machen. Diese Umstände prägen uns und unseren Kampf. Patriarchale, rassistische und queerfeindliche Gewalt hat viele Facetten und wird oft nicht als gewaltvoll wahrgenommen.

Sie umgibt uns tagtäglich und wird nicht nur am 25. November bekämpft!

Also hört ihn euch an!

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Das Problem heißt Rassismus –
Nazi-Villen dichtmachen! Grenzen öffnen!

Demonstration am 6. November 2021

Feministische Konsequenzen bedeuten, Faschist(*inn)en keinen Raum zu geben.

Marburger Burschenschaften sind in der rechten Szene krass vernetzt. Sie versuchen Nachwuchs für ihre faschistische Ideologie anzuwerben und organisieren dafür Vorträge, wie am 06. November 2021. Thema dieses Mal: Migration im Mittelmeer. Gastredner A. Schleyer war Teil der identitären C-Star Crew, die im Sommer 2017 versuchte, zivile Seenotrettung zu stören (weitere Infos bei Stadt Land Volk).

Gegen Faschos, die Menschen bei ihrer Flucht/Migration gefährden, müssen wir laut sein. Wir sind hier – wir beobachten.

Und wir lassen euch keinen Raum, für euren faschistischen, patriarchalen und rassistischen Bullshit.

Das hier war unsere Antwort!

demoplakat das problem heißt rassismus. nazivillen dichtmachen! grenzen öffnen!